Ortsteil Karden
Rundgang durch den Stiftsbezirk
Ein halbstündiger Spaziergang von der Georgskapelle zum Lindenplatz – durch 800 Jahre Kardener Geschichte.
Der Rundgang beginnt an der Georgskapelle, 1318 als “Untere Klause” gestiftet und um 1340 erbaut – nach der Französischen Revolution zeitweise Pferdestall, seit 1856 evangelische Kirche. Von dort führt der Weg vorbei an gut erhaltenen Fachwerkbauten wie Moselstraße 32 (Fachwerk von 1686 mit älterem Hinterhaus von rund 1446), St.-Castor-Straße 48 (erbaut 1614, mit kunstvollem Fachwerkgiebel) und St.-Castor-Straße 23 (erbaut 1587, mit prächtigem, symmetrischem Fachwerk).
Am Lindenplatz standen einst die Wohnhäuser der Kanoniker des Kollegiatstifts, darunter das Haus St.-Castor-Straße 7 mit gotischem Keller und Fachwerk aus der Zeit um 1620, sowie die ehemalige Stiftsschule, ein um 1500 erbautes Fachwerkhaus mit bemerkenswerten mittelalterlichen Fresken.
Der Rundgang erzählt zugleich die neuere Geschichte Kardens nach der Säkularisation: den Bau der Eisenbahnstrecke Koblenz–Trier (1875–1879), der Karden zur Umschlagstation machte, die Moselbrücke von 1925, die Uferbefestigung im Zuge des Moselausbaus 1965 und schließlich die Vereinigung von Treis und Karden zur gemeinsamen Ortsgemeinde 1969.
In der Nähe
Stiftskirche St. Castor
Der »Moseldom« – romanisch begonnen 1183, mit Dreikönigenaltar aus Ton um 1420.
Stiftsmuseum Karden
Sakralkunst und Ortsgeschichte im ehemaligen Stiftsbezirk.
Haus Korbisch
Ehemaliges Propsteigebäude von 1208, eines der ältesten Häuser im Ort.
Stiftsherrenbau
Fachwerk aus der Zeit des Kollegiatstifts, am Kirchplatz.